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Anschliessen der Hardware und Aufbau der Programmierstation


HM-LC-Sw1PBU-FM

Der Schaltaktor mit dem schicken und leicht zu merkenden Namen HM-LC-Sw1PBU-FM besteht aus einer Plastikdose aus zwei Hälften. Diese lassen sich eifach teilen, indem man die drei Laschen an den Seiten nacheinander ein wenig eindrückt un die Hälften auseinander zieht.

Im Gehäuse befinden sich zwei Platinen, die mit einer sechspoligen Pin-Leiste verbunden sind. Auf der unteren Platine befinden sich ein Relais, ein transformerloses Netzteil und ein Strommesser. Auf der oberen Platine finden wir einen Atmel AVRmega644A, ein i2c-Bus Flash RAM und das Funkmodul. Hier sind auch eine LED und drei Taster verbaut: zwei für die Wippe und einer für die Konfiguration.


Tödliche Leidenschaft

Die obere Platine ist ohne die untere Platine lauffähig sobald man 3.3V Spannung anlegt. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn so können wir stundenlang basteln, ohne uns Sorgen über hohe Spannungen machen zu müssen.

Wenn jedoch der Schalter eingebaut wird, so können sich auf der Masseleitung des Controller direkt 220V befinden! Diese Spannung zerstört im günstigsten Fall nur den Programmierer oder den Computer. Im schlimmsten Fall liegen 220V direkt auf dem Gehäuse des PCs oder Laptops!


SPI, das serielle Programmierinterface

Auch wenn das Protokoll zwischen den Schaltern ein Geheimnis ist, so hat ELV trotzdem den Schaltplan dieses Moduls veröffentlicht und die Platinen wunderbar beschriftet. Ohne weitere Detektivarbeit k√łunnen wir so die Belegung des sechspoligen ISP Portes ablesen: GND, RST, MOSI, MISO, VCC, SCK (von innen nach aussen). Also ruckzuk sech Drähte drauf gelötet und diese mit dem 10-poligen AVR Programmierstecker verdrahtet.

Aber das Ergebnis enttäuscht: die LED auf dem Programmierboard wird dunkel und der USB Port verschwindet. Die Erklärung ist einfach: das HM Modul schluckt zu viel Strom für den USB Port. Mit zwei AA Zellen steht schnell eine neue Versorgung, und schon sieht man das typische Stromausfall-blinken der HM Modul LED.


Wir lesen die Firmware...

Mit avrdude fordern wir nun per SPI den Inhalt des Flash ROMs an. Erwartungsgemäss erhalten wir nichts. Natürlich hat der Hersteller die Firmware geschützt. Auch das EEPROM lässt sich nicht lesen, aber immerhin die Fuses. Das bestätigt zumindest einmal die Funktion der SPI Schnittstelle und des Programmierers.

Weiter geht's mit neuer Firmware... .